BSG Spielbank Berlin- Sparte Bowling"
 



 BSG Spielbank - Sparte Bowling

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Tipps & Tricks

« Dieser neue Bereich soll zukünftig Inhalte im Bereich Bowling-KnowHow vermitteln. Hierzu sind alle gerne eingeladen entsprechende Zuarbeit zu leisten :-) Einen besonderne Dank schon jetzt an Petra Kusserow, die auf jahrelange Erfahrung im Bereich Coaching zurück blicken kann... »

 

 Einladung

Der erste Gegner, dem ich am Spieltag begegne, ist die Bahn!
Wenn ich die Bahn nicht lesen kann, um ihr Ergebnisse zu entreißen, hab ich schon verloren!

Meine "Schokoladenlinie" runter zu werfen und darauf hoffen, daß die Bahn mir wohlwollend Strikes schenkt, klappt nicht oder nur selten. Jetzt kann man sich beruhigen, indem man sich einredet, der namentlich anwesende Gegner kann ja auch nicht bahnenlesen. Dann wird die ganze Partie eben ein "Glücksritt".

Viel spannender ist es, wenn man seine Spielweise den Bahnverhältnissen anpassen kann und demgemäß nicht nur seinen Zielpunkt kennt, sondern auch trifft, weil unser Sport berechenbar ist.
Dazu gehört natürlich ein gewisses Maß an Wissen, Einsatz und Trainingsfleiß.
Außerdem kostet Bowling Geld und wer will schon Geld bezahlen, um sich einen ganzen Abend zu frusten?

Wissen ist Macht! Können ist trainierbar! Spaß kommt durch Erfolg!

In diesem Sinne!
Eure Pitti

 

 Vom Spaßbowler zum Sportbowler

Wer öfter als dreimal im Jahr Bowling spielt, wird bald das Bedürfnis haben, mehr darüber zu erfahren,... denn WIE zur Hölle schaffen es die Typen mit den eigenen Bällen auf der Nebenbahn, so viele Strikes zu werfen ;-) ? Fragen über Fragen....

Nachdem wir die erste Bewunderung für die hohe Strikerate überwunden haben, schauen wir etwas genauer hin und stellen fest, dass der "Strikemaker" eine gute Figur macht. Sieht irgendwie gleichmäßig und gekonnt aus. Ein anderer Sportler gesellt sich in der Nachbarschaft, wirft ganz anders, als unser Strikemaker und wirft auch mehr Strikes, als wir...mhh?
Fazit: Viele Wege führen nach Rom und Bewegungsmuster sind so individuell wie die Menschheit.
Die einzige Gemeinsamkeit, die wir an unseren Nachbarn feststellen ist, die scheinen ihre Bewegung kontrollieren zu können, weil sie immer dahin werfen, wo sie hinwerfen müssen, um Strikes zu erzielen.

 Technik / Biomechanik

Worum geht es eigentlich?
Bowling ist ein Präzisionssport, der koordinative Fähigkeiten abverlangt, weil wir ein Gewicht, daß an einer Körperseite von uns hängt, so bewegen müssen, daß es uns nicht von den Füßen reißt und in die von uns gewünschte Richtung gespielt werden kann.

Die Kontrolle über meinen Bewegungsablauf (Timing) muss ich also zuerst erlangen, um einen wertbaren Ball zu spielen. Das fängt mit der Auftaktbewegung an und gipfelt in eine stabile Endstellung. Was der Sportler dazwischen veranstalten, eingesprungene Sitzpirouette, 10 kleine Tippelschritte oder was auch immer, ist egal, solange die stabile Endstellung an der Foulline erreicht wird. Nur wer fest steht, kann einen Ball bewegen.

Auftaktbewegung ist der Zeitpunkt, wann mein Arm den Ball ins Pendel bewegt.
Bei 4-Schritt-Anlauf mit dem ersten Schritt, bei 5-Schritt-Anlauf mit dem zweiten Schritt.

Eine stabile Endstellung wird dadurch erreicht, daß wir den letzten Schritt als langen Gleitschritt unter die Körpermitte schieben, um das Ballgewicht auszubalancieren und dem Arm Zeit zu geben, vom Umkehrpunkt (Punkt vom Rückwärts- ins Vorwärtspendel) bis zur Ballabgabe.

Nun könnte man annehmen, daß diese Erkenntnisse schon den Erfolg ausmachen, aber ganz so einfach ist das nicht, da jeder Mensch über seine eigene Bewegungsmotorik verfügt und diese mit einem Bowlingtiming in Einklang bringen muß. Dabei können Trainer behilflich sein :-)!

 Taktik

Unter dem Begriff Taktik können wir alle Gegebenheiten des Bowlingsports zusammenfassen, die mit  Maßeinheiten wie Bahnlänge, Leistenbreite, Abstand der Pins, Ömuster usw. eine einschätzbare Planung unseres Spiels ermöglichen.
Das fängt mit dem Aufstellpunkt am Anlauf an, führt über die Linie, die ich spielen muß, um für meine Ballbewegung die Gasse optimal zu treffen, um einen Strike zu spielen. Wenn ich mein Spiel planen kann, einen wertbaren Wurf spiele, erhalte ich rückschließend Auskunft über das Ölmuster und seine Veränderung, um mein Spiel den Bahnverhältnissen anzupassen.

 Material

Jeder, der schon mal in einen "House-Ball" gegriffen hat, merkt schnell, die Dinger passen nicht...Löcher zu groß, Ball zu schwer, Löcher zu klein, Ball zu leicht....wenn man Glück hat, bleiben die Finger unverletzt! Nach wenigen erfolglosen Versuchen, so einen "House-Ball" zu finden, der Spaß am Bowling vermittelt, kommt schnell der sehnliche Wunsch nach einem eigenen Ball. Mal abgesehen von den Leihschuhen, die auch nicht überall vertrauenerweckend aussehen:-)

Also nichts wie hin, in den nächst erreichbaren Pro-Shop. Dort angekommen, will ich nur einen eigenen Ball kaufen und werde überfallen mit Fragen: Wie lange spielst du schon? Möchtest du einen Haken oder Bogen spielen? Willst du eine normale Bohrung oder Fingertipp-Bohrung? Wie hoch ist dein Balltempo? Wie viel Umdrehungen spielst du? Hast du schon einen Ball, wenn ja, wie heißt der? usw.
Häh? Ich geb doch meinem Ball keinen Namen! Eigentlich wollte ich nur einen Ball, wo meine Finger gemütlich Platz finden und vielleicht noch in meiner Lieblingsfarbe!

Bevor du jetzt den Pro-Shop unverrichteter Dinge wieder verlässt und dir denkst, dann kauf ich mir eben woanders einen Ball, solltest du wissen, dass du dort genau richtig bist, weil der Typ dich nicht nerven will, sondern dir einen Ball für deine Spielweise verkaufen möchte.

Was musst du wissen, um einen neuen Ball zu kaufen?

Wenn du noch keinen eigenen Ball hast und das dein erstes "Schmuckstück" werden soll, dann wähle einen Ball, den du kontrollieren kannst, also kein Material, dass deine Spielweise überfordert. Wichtig ist für dich die Bohrung. Eine Fingertipp-Bohrung ist besser, wenn du Umdrehung und Achsrotation erzeugen willst. Eine normale Bohrung ist für einfaches Geradeausspiel leichter zu händeln. Die Bohrung darf nicht ziehen, zerren oder drücken, Gemütlichkeit ist oberstes Gebot und dafür musst du dir Zeit nehmen und mit dem "Pro-Shopper" sprechen.

Du bist schon fortgeschrittener und möchtest dein Ballsortiment erweitern, weil du Probleme auf bestimmten Ölmustern hast. Gut, dann führt auch dein nächster Gang in den Pro-Shop.
Um dir den geeigneten Ball auszusuchen, musst du einiges über dein Spiel wissen, um den richtigen zu kaufen. Welchen Ball spielst du aktuell? Auf welchen Bahnverhältnissen hast du Probleme, langes Öl, kurzes Öl, zu viel Öl, zu wenig Öl, Ölmuster? Keine Ahnung? Dann bitte doch einfach den Pro-Shopper, dir beim Spielen zuzusehen. Der Gute erkennt, wann dein Ball anrollt, wo er die Richtung ändert und ob die Ballentwicklung vor dem Einschlag in die Pins fertig ist. 
Nicht umsonst liegen die Regale in den Pro-Shops voller unterschiedlicher Bälle. Für jeden Spielertyp wird es was passendes geben. Also ist Spieleranalyse das A und O!
Wie geht das nun wieder? Um das Ganze hier abzukürzen, kann sich jeder bei Pitti melden, der eine Spielertypiesierung braucht. Dazu müssen wir auf die Bahn und deinen Ball anzeichnen, damit du selbst deine Ballentwicklung siehst. Einen Analysebogen füllen wir aus, damit du einen Anhaltspunkt für deinen nächsten Ballkauf hast.

 

 Das Spielgerät, der Ball

Zu jedem Bowlingball gibt es vom Hersteller ein Datenblatt, das Auskunft darüber gibt, um welche Materialeigenschaften es sich handelt. Dazu gibt es physikalische Werte wie:

RG (Radius of Gyrations) das angibt, wo die schwere Masse des Balles konzentriert ist. Je niedriger das RG, desto früher fangen die Bälle an zu rollen, da die Masse im Zentrum des Balles ist. Bälle mit hohem RG haben ihre Masse unter der Schale konzentriert, dadurch nehmen sie die Umdrehungen erst später an (längerer Geradeauslauf).

Diff. (Differential) gibt die Stärke der Richtungsänderung an. Je höher das Differential, desto stärker die Richtungsänderung. Ferner wird die interne Anpassungsfähigkeit des Balles mit verschiedenen
Bohrmuster (Bohrlayout) durch das Differential angegeben. Bei Bällen mit niedrigem Differential ist der Unterschied von der schwächsten zur stärksten Bohrvariante ca. 2-3 foot (ca. 1m in der Länge). Bei Bällen mit höherem Differential kann der Unterschied bis zu 8 foot (ca. 3m Länge) ausmachen.

MB (Mass Bias) zeigt die Stelle im Ball an, an der die Masse am nächsten zur Balloberfläche liegt. Ein Mass Bias entsteht nur bei asymmetrischen Kernen. Das ermöglicht dem Ballbohrer, die Ballreaktion zu verstärken.

Coverstock (Schale): Nicht nur die verschiedenen Balloberflächen (Plastik, Urethane, Reaktive, Partikel) haben eine direkte Auswirkung auf das Laufverhalten des Balles, auch innerhalb der Schalenmaterialien gibt es große Unterschiede. Jeder Hersteller hat mehrere reaktive Schalen in seinem Programm, hierbei ist der Anteil der reaktiven Zusätze und Partikel entscheidend. je mehr Reibung durch das Schalenmaterial produziert wird, um so früher und stärker wird der Haken.

Der Aufbau der unterschiedlichen Ballmaterialien ist sehr komplex und an dieser Stelle sei gesagt, wer mehr wissen will, wendet sich an seinen Pro-Shop oder macht ein Schwätzchen mit Pitti.

Abschließend ist noch zu bemerken, dass der beste und teuerste Ball nichts ist, wenn ich die Finger nicht bewegen kann, bzw. meine Spielweise nicht zum Ball paßt. Kein Ball macht was von alleine, nur weil er teuer war und die Ballbeschreibung gut klingt. Spielen müsst ihr selber...und wie, liegt in eurer Hand!

Frank und Pitti


 Ölmuster (Oil pattern)

FVB-Saison: "Unsere Housebahn" Berolina Bowling Lounge:

Housepattern: 39 Feed/19,7ml (Volume Oil total) Details ==> Öl-Muster

Und hier ein Blick zu den Profis aus den USA ;-)

1) Cheetah Length: 35 feet

2) Viper Length: 37 feet

3) Chameleon Length: 39 feet

4) Scorpion Length: 41 feet

5) Shark Length: Length: 43 feet

 

 Diverses

Hier könnte euer Text stehen ;-) ?

   
   
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